Latenter Trauminhalt

Der latente Trauminhalt nach Sigmund Freud, von ihm auch als latente Traumgedanken bezeichnet, stellt den für den Träumer meist „verborgenen“ Sinn des Traumes dar, der durch Traumdeutung jedoch entschlüsselt werden kann. Freud geht nach der Methode der objektalen Deutung davon aus, dass jeder Traum auf konkrete Traumgedanken zurückgeführt werden kann. Sie stellen i. w. S. die affektbetonten Vorstufen und Quellen der Traumentstehung dar. Die Traumgedanken beziehen sich auf objektive Gegebenheiten, wie z. B. Erinnerungsreste des vergangenen Tages (Tagesreste) und Kindheitserinnerungen. Sie enthalten Anklänge an Leibreize oder aber unbewusste Wünsche des Träumers. Der Begriff der Traumgedanken wird daher von Freud beinahme als synonym für den latenten Trauminhalt gebraucht. Traumgedanken i. e. S. sind nur die durch den Analytiker aufgedeckten Denk- und Vorstellungsinhalte. Die Traumdeutung hat sich als methodisch klassisches Instrument der psychoanalytischen Deutung erwiesen über die spezielle Traumdeutung hinaus und damit zum „Eckpfeiler der Psychoanalyse“.

    1. S. 121, 144, 234 zu Stw.: „Latenter Trauminhalt“.
    1. S. 174 zu Stw. „REM-Perioden des Schlafs“.