Legionellose

Klassifikation nach ICD-11
1C19 Legionellose
1C19.0 Legionellose ohne Pneumonie
1C19.1 Legionellose mit Pneumonie
1C19.Z Legionellose, nicht näher bezeichnet
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Die Legionellose ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien der Gattung Legionella (Legionellen) hervorgerufen wird und die mit Antibiotika meist gut behandelt werden kann. Der mit Abstand häufigste Erreger (90 % bis 95 % der Fälle) ist Legionella pneumophila (vor allem der Serotyp 1). Weitere humanpathogene Legionellen sind Legionella micadei, L. bozmanii, L. dumoffii und L. longbeachae.

Es können mehrere Formen der Legionellose unterschieden werden. Die beiden wichtigsten Formen sind die Legionärskrankheit, die durch eine von einer Tröpfcheninfektion hervorgerufene Lungenentzündung (Pneumonie) gekennzeichnet ist und unbehandelt einen lebensgefährlichen Verlauf annehmen kann, sowie das weit häufigere, meist mild verlaufende Pontiac-Fieber ohne Lungenentzündung mit leichten grippalen Symptomen sowie trockenem Husten. Legionellen können in seltenen Fällen auch Infektionen wie Wund-, Herzinnenhaut- (Endokarditiden) und Nierenbeckenentzündungen (Pyelonephritiden) verursachen.

  1. Hans-Jürgen Streckert, Jürgen H. Helbig: Screening von Legionellen im Trinkwasser. (PDF; 4,4 MB) In: Laborwelt, Nr. 2/2005. Archiviert vom Original am 19. Januar 2013; abgerufen am 26. September 2009.