Leidensdruck

Leidensdruck (abgeleitet von leiden) bezeichnet das subjektive Erleben eines Leids, das einen erheblich negativen Einfluss auf die eigene Lebensqualität und das eigene Wohlbefinden ausübt. Ein ausreichend großer Leidensdruck stellt eine wichtige Triebfeder für Veränderungen dar und kann den Betroffenen veranlassen, Hilfe zu suchen oder angebotene Hilfe anzunehmen.

  1. im Sinne von ‚ertragen‘ oder ‚aushalten‘, von mittelhochdeutsch līden und althochdeutsch līdan ‚erdulden‘ (eigentlich ‚fahren‘, ‚gehen‘), im 9. Jahrhundert gekürzt aus irlīdan ‚erfahren‘, ‚ergehen‘; auch ‚durchgehen‘ bzw. ‚[Schweres] durchmachen‘, zurückgehend auf germanisch *līþan ‚gehen‘; siehe dazu Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Herausgegeben von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 433.
  2. Jürgen Margraf, S. Schneider: Lehrbuch der Verhaltenstherapie. Band 1, 2. Auflage. Springer, 2000, S. 257, ISBN 3-540-66439-4.