Leistungsschnittstellenvereinbarung
Eine Leistungsschnittstellenvereinbarung (LSV) wird vorwiegend in der Automobilindustrie für Entwicklungsprojekte genutzt. Die LSV ist ein Dokument, welches die Verteilung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten zwischen Kunde, Lieferant und weiteren Projektteilnehmern in den verschiedenen Phasen der Produktentwicklung beschreibt. Die LSV wird auch von einigen Normen für die Aufgaben gefordert, die sich aus der Anwendung der Normen ergeben. So heißt die LSV in der ISO 26262 ‘Development Interface Agreement’ (DIA) und in der ISO 21434 ‘Cybersecurity Interface Dokument’.
Die LSV wird vor Auftragserteilung zwischen Kunde und Lieferant abgestimmt und ist dann Teil des Entwicklungsvertrages bzw. der Liefervereinbarung, wenn nach der Entwicklung der Lieferant auch das entwickelte Produkt fertigt und an den Kunden liefert.
- ↑ ISO 26262-8:2018, Clause 5 ‘Interfaces within distributed developments’
- ↑ ISO/SAE 21434, Abschnitt 7 ‘Distributed cybersecurity activities’ und Annex C ‘Example of Cybersecurity interface agreement template’