Lemkenland

Das Lemkenland (lemkisch/russinisch Лемковина Lemkowyna; polnisch Łemkowszczyzna; ukrainisch Лемківщина Lemkiwschtschyna) ist eine ethnographische Region der Lemken im östlichen Mitteleuropa beiderseits des nördlichen Karpatenbogens und erstreckt sich im Süden entlang des Ondauer Berglands und der Waldkarpaten, historisch überwiegend nordöstliche Slowakei, zwischen der westlichen Popper und dem San.

Das Gebiet liegt heute größtenteils in den südpolnischen Woiwodschaften Karpatenvorland und Kleinpolen. Der südliche Teil des historischen Lemkiwschtschyna an der Popper beziehungsweise Poprad gehört zum Landesbezirk Prešov. Die bedeutendsten Städte im heutigen Lemko-Gebiet sind Krynica, Gorlice, Komańcza, Svidník und Humenné.

  1. „Über die Lemken und das Lemkenland können wir erst in der zweiten Hälfte des 19. Jh. sprechen. Früher waren das sgn. Rusnacy, Rusini (das heißt Ruthenen), die seit ein paar Jahrhunderten die Niedrigen Beskiden (auf der polnischen und slowakischen Seite) bewohnt haben.“ In: Jerzy Czajkowski: Studien zum Lemkenland. Zusammenfassung. 1999, S. 221
  2. Ihr Siedlungsgebiet — die Lemkowszczyzna (Lemkenland) — trennt als tiefer Keil an beiden Seiten des Karpatenrückens die von Polen bewohnten Gebiete von den slowakisch besiedelten Teilen. In: Viehwirtschaft und Hirtenkultur: ethnographische Studien von László Földes, 1969 S. 302
  3. An der nördlichen Seite der Karpaten erstreckt sich das Wohngebiet der Lemken vom Gebirgszug Wielki Dział, der das Tal der Osława nach Osten zu absperrt, bis zum Popradfluß. In: Viehwirtschaft und Hirtenkultur: ethnographische Studien von László Földes, 1969 S. 302