Leon I. von Metamaucum
Leon I. war zwischen 877/878 und vor 913 Bischof von Metamaucum, einer Stadt am Ostrand der Lagune von Venedig (nicht zu verwechseln mit Malamocco). Er ist der dritte namentlich überlieferte Inhaber dieses Amtes in Metamaucum, einer im frühen 11. Jahrhundert durch eine Naturkatastrophe zerstörten Stadt. Leon wurde Ende 877 oder Anfang 878 zum Bischof gewählt und von Petrus, dem Patriarchen von Grado, feierlich konsekriert. Letzteres geschah gemeinsam mit den ebenfalls zu Bischöfen gewählten Johannes von Olivolo (bis 880?) und Johannes von Civitas nova. Das Vorschlagsrecht lag beim Dogen, der Patriarch konnte die Kandidaten zu dieser Zeit nicht ablehnen.
Er war einer der Bischöfe aus dem Patriarchat Grado, das im Machtbereich des Dogen von Venedig lag, die zu spät zur Synode nach Ravenna kamen, die Papst Johannes VIII. anberaumt hatte. Sie reisten zwar an, doch bei ihrer verspäteten Ankunft bereits waren sie bereits exkommuniziert. Auf Intervention des Dogen wurden sie jedoch absolviert, wie die Istoria Veneticorum weiß. Erst danach konnte die besagte Konsekration der an ihre Amtsorte zurückgekehrten Bischöfe erfolgen. Ansonsten ist über das Wirken Leos nichts überliefert.