Lewiner Bergland
Das Lewiner Bergland (polnisch Wzgórza Lewińskie, tschechisch Levínská vrchovina) ist ein kleiner Höhenzug der Mittelsudeten im Westen des Powiat Kłodzki (Kreis Glatz) in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Obwohl das Gebiet zum Glatzer Land gehört, liegt es außerhalb des Glatzer Kessels, dessen westlicher Abschluss vom Habelschwerdter Gebirge, dem Adlergebirge und dem Heuscheuergebirge gebildet wird. Namensgebend ist das Städtchen Lewin, weshalb das Gebiet bis 1945 als „Lewiner Ländchen“ bezeichnet wurde. Historisch gehörte das Gebiet zur „böhmischen Seite“ der Herrschaft Hummel.
Das Gebiet gehörte zunächst zu Böhmen und wurde 1477 in die Grafschaft Glatz eingegliedert. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 und endgültig mit dem Hubertusburger Frieden 1763 gelangte es an Preußen. Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel es 1945 an Polen.
- ↑ Ludwig Petry, Josef Joachim Menzel, Winfried Irgang (Hrsg.): Geschichte Schlesiens. Band 1: Von der Urzeit bis zum Jahre 1526. 5., durchgesehene Auflage. Thorbecke, Sigmaringen 1988, ISBN 3-7995-6341-5, S. 226.