Lexikon der altgermanischen Namen

Das Lexikon der altgermanischen Namen (LaN I, LaN II) ist ein wissenschaftliches Nachschlagewerk in zwei Bänden zum historischen Namenschatz der Personen-, Völker-, Götternamen germanischer Herkunft.

Erarbeitet wurde es durch Hermann Reichert zurückgehend auf dessen Habilitationsarbeit an der Universität Wien, herausgegeben durch Helmut Birkhan in der Reihe Thesaurus Palaeogermanicus durch die Österreichische Akademie der Wissenschaften 1987 (Teil 1) und 1990 (Teil 2, gemeinsam mit Robert Nedoma) verlegt. Das Werk ist wissenschaftlicher Standard in der Nachfolge der 1911 erschienenen Publikation Wörterbuch der altgermanischen Personen und Völkernamen von Moritz Schönfeld. Das Lexikon ist konzeptionell sprachwissenschaftlich als Materialbasis durch die Listung aller Belegstellen und Lesarten zu einem Namen ausgelegt. Des Weiteren dient das Lexikon als interdisziplinäres Hilfsmittel allen Wissenschaften, die Teilbereiche oder generell zur altgermanischen Kultur und Kulturen forschen, sowie zu denjenigen Kulturen, die mit den Germanischen in Berührung standen. Der Textband (LaN I) weist zu circa 3000 Namen 26.000 Belegstellen auf mit einem Erfassungszeitraum vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis zum 6. Jahrhundert n. Chr. (Namen aus Runeninschriften des älteren Futhark sind bis zum 7. Jahrhundert aufgenommen), im Registerband (LaN II, in Zusammenarbeit mit Robert Nedoma) ist ein etymologisches Register nach den Wortstämmen der Namensbelege enthalten, zudem Nachträge, Korrekturen und ein Stellenregister.

Reichert begann die Arbeit am Lexikon mit der Belegsammlung 1973, die er 1983 abgeschlossen hat [Habilitation 1984]. Nur mit der Nutzung der damals sich entwickelnden Möglichkeiten der EDV zur Sammlung, Ordnung und Verwaltung der Belegstellen und eines streng kategorisierten Lemmaaufbaus waren der Abschluss und letztlich die Drucklegung des Projekts möglich.

  1. Vorwort LaN I: VII-VIII.
  2. Einleitung LaN I: IX ff.; LaN II: IX-XI.