Liechtenstein-Kastelkorn

Das ehemals mährische Adelsgeschlecht Liechtenstein-Kastelkorn (auch Liechtenstein-Castelcorn, Lichtenstein-Kastelkorn), stammte ursprünglich aus Südtirol und ist 1127 mit Cadalhoch/Kaloch als Stammvater erstmals erwähnt. Der erste Stammsitz des Geschlechts war die Burg Lichtenstein in Leifers, die vermutlich im 12. Jahrhundert als Stützpunkt des Bistums Trient errichtet wurde, erwähnt 1189. Eine mögliche Abstammung des Geschlechts von der Burg Lichtenstein bei Chur ist erwähnt.

Mit dem 1608 bzw. 1623 gefürsteten Fürstenhaus von und zu Liechtenstein, dessen Name auf die Burg Liechtenstein in Niederösterreich zurückgeführt wird, und dem steirischen Ministerialengeschlecht von Liechtenstein mit Stammsitz auf der Burg Liechtenstein bei Judenburg, aus dem der mittelalterliche Dichter Ulrich von Liechtenstein stammte, besteht lediglich eine Namensgleich- bzw. -ähnlichkeit, ferner gab es Lichtensteiner in Franken und solche auf der schwäbischen Burg Alt-Lichtenstein.

  1. Stephan von Mayrhofen zu Koburg und Anger: Genealogien des Tiroler Adels. Hrsg.: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Südtiroler Landesarchiv. Vahrn/Innsbruck, Bozen 1820, S. 263885.