Liegezeit (Produktion)
Liegezeit ist in der Produktionswirtschaft und im Arbeitsstudium die ungewollte Wartezeit eines Arbeitsobjektes innerhalb des Produktionssystems.
Die REFA-Methodenlehre kennt viele Zeitbegriffe, zu denen unter anderem auch die Vorgabezeit (oder Hauptzeit, Tätigkeitszeit) und Zwischenzeit (einschließlich Wartezeit) gehören; aus Vorgabe- und Zwischenzeit zusammen ergibt sich die Grundzeit. Die Liegezeit gehört dabei zur Zwischenzeit und ist Teil der Durchlaufzeit.
Unter Liegezeit versteht man alle Zeiten, die ein Arbeitsobjekt ablaufbedingt oder störungsbedingt nicht bearbeitet, geprüft oder transportiert wird. Liegezeiten sind deshalb arbeitsablaufbedingt, prozessbedingt oder störungsbedingt und müssen mindestens vergehen, bis das Fertigungsmaterial im nächsten Ablaufabschnitt weiterverarbeitet werden kann und dabei zwischen mindestens zwei Ablauffolgen unbearbeitet bleibt.
- ↑ Erich Schäfer, Der Industriebetrieb, 1978, S. 278
- ↑ REFA, Methodenlehre des Arbeitsstudiums, Teil 2, Carl Hanser/München, 1971, S. 34, ISBN 3-446-12704-6
- ↑ Uwe Meinberg/Frank Topolewski (Hrsg.), Lexikon der Fertigungsleittechnik, 1995, S. 391