Linie M1 (Metró Budapest)

Linie M1
Metró Budapest
Basisdaten
Staat Ungarn Ungarn
Stadt Budapest Budapest
Betreiber BKV
Eröffnung 2. Mai 1896
Streckenlänge 4,400 km
Stationen 11
Spurweite 1435 mm
Stromsystem 600 V DC
Karte
Linienverlauf
0,000 Wendeanlage
0,117 Vörösmarty tér (bis 1926: Gizella tér)
0,420 Deák Ferenc tér (seit 1956)  
Deák Ferenc tér (bis 1952)
0,725 Bajcsy-Zsilinszky út (bis 1945: Váci körút)
1,098 Opera
1,530 Oktogon (1936–45: Mussolini tér, 1950–90: November 7. tér)
1,881 Vörösmarty utca (bis 1922: Vörösmarty utcza)
2,201 Kodály körönd (bis 1936 und 1945–71: Körönd, 1936–45: Hitler-Adolf tér)
2,533 Bajza utca (bis 1922: Bajza utcza)
2,978 Hősök tere (bis 1932: Aréna út)
Wünsch híd
vom Depot
Állatkert (1973 aufgelassen)
3,689 Széchenyi fürdő (bis 1913: Artézi fürdő, 1973 aufgelassen)
3,533 Széchenyi fürdő (seit 1973)
4,302 Mexikói út (seit 1973)
zum Depot
4,400 Wendeanlage

Die Linie M1 ist die älteste und kürzeste Linie der Metró in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Sie verkehrt ausschließlich auf der Pester Stadtseite, ihre Kennfarbe ist Gelb, alle elf Stationen sind unterirdisch, nur das Depot ist oberirdisch. Statt mit seitlicher Stromschiene wird sie als einzige mit einer Deckenstromschiene im Tunnel beziehungsweise mit einer Einfachfahrleitung an der Oberfläche betrieben. Die Fahrleitungsspannung entspricht mit 600 Volt der des Straßenbahnnetzes statt den bei anderen Metró-Linien üblichen 825 Volt, zusätzlich weist sie als Unterpflasterbahn ein deutlich kleineres Lichtraumprofil auf. Die Bahnsteige der M1 sind kürzer und mit einer Höhe zwischen 31 und 42 Zentimetern niedriger als bei den anderen drei Linien. Die Fahrzeuge sind somit ebenfalls kürzer und niederflurig. Ein Betrieb mit Doppeleinheiten ist nicht möglich. Die Wagen sind mit manuell zu kuppelnden Trompetenkupplungen mit Kuppeleisen mit rundem Querschnitt, die auch im Straßenbahnnetz verwendet werden, ausgerüstet. Außerdem ist, neben der niedrigeren Höchstgeschwindigkeit, der Stationsabstand mit durchschnittlich 419 Metern wesentlich geringer und es besteht nur eine direkte Gleisverbindung zum Budapester Straßenbahnnetz, nicht aber zum Eisenbahnnetz. Ebenso sind die Fahrzeuge der M1 gelb statt, wie sonst bei der Metró üblich, weiß-schwarz lackiert, sie besitzen Klingeln statt Makrofone sowie Quersitze statt Längssitze.

Bei ihrer Eröffnung am 2. Mai 1896 war die heutige M1 zudem die erste U-Bahn Kontinentaleuropas. Seit dem 26. Juni 2002 zählt sie zusammen mit der über ihr verlaufenden Prachtstraße Andrássy út zum UNESCO-Welterbe, als das bereits seit 1987 bestehende Ensemble Budapest mit Donau-Ufern, Burgviertel Buda und Andrássy-Straße entsprechend erweitert wurde. Nach der Semmeringbahn und der Darjeeling Himalayan Railway war sie dabei die weltweit dritte Bahn überhaupt, die einen solchen Status erhielt.

  1. 1 2 Döntés-előkészítő Megvalósíthatósági Tanulmány – M1 Millenniumi Földalatti Vasút korszerűsítése és meghosszabbítása, online auf kimittud.hu, abgerufen am 19. April 2024, S. 84–86
  2. UNESCO World Heritage Centre: Budapest, including the Banks of the Danube, the Buda Castle Quarter and Andrássy Avenue. Abgerufen am 2. Juli 2021 (englisch).