Linolschnitt

Der Linolschnitt (auch Linoleumschnitt; englisch: linocut) (von lateinisch līnum oleum: Leinöl) ist eine grafische Technik. Neben dem Holzschnitt und Stempeldruck ist er ein gebräuchliches Hochdruckverfahren. Er bezeichnet zum einen die Hochdrucktechnik und zum anderen das fertige, gedruckte Bild. Die Druckplatte besteht aus Linoleum. Das Material ist billiger, elastischer, weicher und leichter zu bearbeiten als Holz. Die druckenden Teile sind auf der Linoleumplatte erhaben, während die nicht druckenden Teile vertieft liegen. Die hochstehenden Teile werden mit Farbe überwalzt und dann auf einem Bedruckstoff (meist Papier) abgedruckt. Das gedruckte Bild ist gegenüber dem Bild auf der Druckplatte spiegelverkehrt.

  1. Bibliographisches Institut AG (Hrsg.): Meyers Enzyklopädisches Lexikon in 25 Bänden. 9., völlig neu bearbeitete Auflage. Band 15. Stichwort: Linolschnitt. Lexikonverlag, Mannheim / Wien / Zürich 1975, S. 128.
  2. Rolf Agde u. a.: Das große Lexikon der Graphik: Künstler, Techniken, Hinweise für Sammler. Stichwort: Linolschnitt. Georg Westermann Verlag GmbH, Braunschweig 1984, ISBN 3-14-509079-8, S. 469.
  3. Gerhard Kwiatkowski (Hrsg.): Schülerduden „Die Kunst“. Stichwort: Drucken. Bibliographisches Institut, Mannheim 1983, ISBN 3-411-02200-0, S. 147 und 148.