Lippenbremse

Als Lippenbremse (auch dosierte Lippenbremse oder Presslippenatmung; gelegentlich auch Bremsatmung oder Atembremse) wird eine spezielle Atemtechnik bei Erkrankung des Bronchialsystems (Asthma bronchiale, Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)) bezeichnet. Hierbei wird gegen die locker aufeinanderliegenden Lippen ausgeatmet. Der dadurch erhöhte Widerstand bei der Ausatmung sorgt für einen Luftrückstau, welcher den Luftdruck in den Bronchien erhöht und einen Kollaps der Atemwege verhindert. Dies ermöglicht zusätzlich einen vermehrten Schleimabtransport.

  1. Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2007.