Literarisch-artistische Abteilung des Österreichischen Lloyd
| Literarisch-artistische Abteilung des Österreichischen Lloyd | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1849 |
| Auflösung | 1928 |
| Auflösungsgrund | Liquidation |
| Sitz | Triest, Österreich/Österreich-Ungarn (Italien [1918–1928]) |
| Leitung | Carlo Regensdorff |
| Branche | Buchverlag, Druckerei |
Die Literarisch-artistische Abteilung des Österreichischen Lloyd war ein in Triest arbeitender Verlag mit angeschlossener Druckerei, der am 21. Juni 1849 als Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 50.000 Gulden seine Geschäftstätigkeit aufgenommen hatte. Die „Literarisch-artistische Abtheilung“ bildete neben den 1833 und 1836 gegründeten Sektionen für Informationsbeschaffung über Seefahrt und -handel (I.) bzw. für die Verfrachtung (II., Dampfschiffahrtgesellschaft) die III. Sektion des Österreichischen Lloyd. Ihr offizieller italienischer Name lautete Sezione letterario-artistica del Lloyd Austriaco.
Das Verlagsprogramm knüpfte an das zuvor von den anderen beiden Sektionen herausgegebene Schrifttum an und ging schließlich weit über eine bloße Dienstleistung für die übrigen Geschäftszweige des Österreichischen Lloyd hinaus. Es umfasste vor allem die Edition vielfältiger Periodika, nautischer, wissenschaftlich-technischer Werke, Reiseführer und -literatur, klassischer und belletristischer Literatur sowie künstlerischer Werke von zum Teil namhaften Autoren der damaligen Zeit, die vor allem in italienischer und deutscher Sprache publizierten.
Das Unternehmen setzte seine Tätigkeit auch nach dem Ersten Weltkrieg fort, als der Österreichische Lloyd durch Aktienerwerb in das Eigentum der Banca Commerciale Italiana überging und 1921 in Lloyd Triestino umbenannt wurde. Es wurde erst im März 1928 geschlossen; seine Maschinen und Anlagen wurden schließlich 1931 von der Società Editoriale Libraria in Trieste übernommen.