Lloyd-Passage

Die Lloyd-Passage ist eine Einkaufspassage in der Bremer Innenstadt. Sie gilt als erste überdachte öffentliche Straße Deutschlands und weist die Besonderheit auf, dass bestehende öffentliche Straßen mit einer privatwirtschaftlich finanzierten Einhausung überdacht wurden, um durch die Schaffung einer wettergeschützten Passage die Attraktivität angrenzender Einzelhandels- und Gastronomie-Betriebe zu erhöhen. Da sie sich auf öffentlichem Grund befindet ist die Lloyd-Passage eigentlich eine überdachte Fußgängerzone.

Die Lloyd-Passage wurde Ende der 1980er Jahre von der „Interessensgemeinschaft LLOYD PASSAGE GbR“ in Form einer Einhausung der öffentlichen Straßen Große Hundestraße und Kreyenstraße durch eine 250 Meter lange Stahl-Glaskonstruktion errichtet. Diese Interessengemeinschaft, deren Gesellschafter an die Passage angrenzende Unternehmen bzw. Immobilien-Investoren sind, fungiert auch als Betreiberin der Lloyd-Passage.

Die Lloyd-Passage verläuft parallel zur Obernstraße und zwischen Sögestraße und Papenstraße, wodurch sie mit dem Unser Lieben Frauen Kirchhof und dem Hanseatenhof zwei zentrale Bremer Plätze miteinander verbindet.

Namensgebend für die Lloyd-Passage ist der Schiffahrt-Konzern der Norddeutschen Lloyd, der mit dem Lloydgebäude seinen Hauptsitz auf einem an die Lloyd-Passage angrenzenden Grundstück hatte, auf dem der Warenhauskonzern Horten um 1970 ein Kaufhaus errichtete, das später von der Warenhauskette Galeria Kaufhof übernommen wurde.

  1. Geschichte. 17. August 2023, abgerufen am 21. Dezember 2025 (deutsch).
  2. Lloyd Passage, Daten & Fakten, abgerufen am 10. November 2010