Lovis Corinth

Lovis Corinth (* 21. Juli 1858 als Franz Heinrich Louis Corinth in Tapiau, Ostpreußen; † 17. Juli 1925 in Zandvoort, Provinz Noord-Holland) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker. Er zählt neben Max Liebermann, Max Slevogt, Ernst Oppler und Hans Meid (Druckgraphik) zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Impressionismus und der Berliner Secession. Nach seiner Ausbildung in Königsberg, München, Antwerpen und Paris arbeitete er vor allem in Berlin, wo er auch seine Frau Charlotte Berend kennenlernte. Seine späten Werke sind vom Expressionismus inspiriert und wurden zur Zeit des Nationalsozialismus als entartet betrachtet. Aufgrund dieses Stilwandels in seinem Schaffen gehört Corinth zu den wenigen Künstlern, deren museale Bearbeitung zwischen den Sammlungen des 19. und 20. Jahrhunderts aufgeteilt ist.

  1. Angelika Wesenberg, Plurale Moderne, in: Birgit Verwiebe (Hrsg.), Die Sammlung der Nationalgalerie zum langen 19. Jahrhundert. Erwerbung, Forschung, Dokumentation, Vermittlung, Heidelberg 2023, ISBN 978-3-98501-109-4, S. 166–189, hier: S. 168.