Low-Carb

Der Begriff Kohlenhydratminimierung bzw. Low-Carb (von englisch carb, Abkürzung für carbohydrate ‚Kohlenhydrat‘) bezeichnet verschiedene Ernährungsformen oder Diäten, bei denen der Anteil der Kohlenhydrate an der täglichen Nahrung reduziert wird. Motivation ist häufig eine erwünschte Gewichtsreduktion, als Therapie einer Stoffwechselerkrankung oder als allgemeine Ernährungsform mit erhofften positiven prophylaktischen Gesundheitsauswirkungen.

Die täglichen Mahlzeiten bestehen hauptsächlich aus Gemüse, Milchprodukten, Fisch und Fleisch, wobei Fette und Proteine die wegfallenden Kohlenhydrate ersetzen. Die empfohlene Energiezufuhr durch Kohlenhydrate, gegenüber einer typischen westlichen Ernährung mit ca. 50 % Anteil, schwankt je nach Form der Low-Carb-Ernährung stark, von der ketogenen Diät, bei der der Anteil auf theoretisch null reduziert sein kann, bis zu Formen, die nur geringe Reduktionen empfehlen.

Wissenschaftliche Studien zeigen keinen besonderen Nutzen von Low-Carb-Diäten (im Vergleich zu hinsichtlich der Nährstoffzusammensetzung ausgeglicheneren Diäten) zur Gewichtsreduktion. Langfristig können sich außerdem eine Reihe gesundheitliche Nachteile einstellen.

  1. P. R. Huttenlocher, A. J. Wilbourn, J. M. Signore: Medium-chain triglycerides as a therapy for intractable childhood epilepsy. In: Neurology. Band 21, Nr. 11, Nov 1971, S. 1097–103. PMID 5166216
  2. Bernd Kerschner: Low Carb: wahrscheinlich kein Vorteil zum Abnehmen. In: Medizin transparent. 20. März 2026, abgerufen am 31. März 2026.