Braune Einsiedlerspinne
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Braune Einsiedlerspinne | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Loxosceles reclusa | ||||||||||||
| Gertsch & Mulaik, 1940 |
Die Braune Einsiedlerspinne (Loxosceles reclusa) ist eine Spinne aus der Familie der Sechsäugigen Sandspinnen (Sicariidae). Sie ist in den USA vom Mittleren Westen bis in den Süden verbreitet und ist anscheinend überwiegend xerophil (wärmeliebend), wobei ihre Habitate (Lebensräume) je nach Gebiet variieren und die Braune Einsiedlerspinne insbesondere im nördlichen Teil ihres Verbreitungsgebiets eine stark ausgeprägte Synanthropie (Anpassung an menschliche Siedlungsbereiche) aufweist. Ihren Trivialnamen erhält die Art neben ihrer Versteckten Lebensweise durch ihre bräunliche Färbung.
Zwar lebt die Braune Einsiedlerspinne wie andere Spinnen auch räuberisch, ist aber im Gegensatz zu anderen Vertretern der Ordnung überwiegend ein Aasfresser. Beutetiere werden sowohl mithilfe eines Spinnennetzes als auch freilaufend erlegt. Das Netz der Spinne weist keine klare Struktur auf. Allgemein hat die Art kein spezialisiertes Beutespektrum und ist somit euryphag (nicht auf bestimmte Nahrung angewiesen). Vor der Paarung vollführt das Männchen eine Balz gegenüber dem Weibchen. Dieses legt einige Zeit nach der Begattung mehrere Eikokons an. Die Jungtiere verbleiben anfangs bei der Mutter, die Brutpflege betreibt, ehe diese sich verselbständigen und über mehrere Fresshäute (Häutungsstadien) heranwachsen.
Die Braune Einsiedlerspinne zählt zu den wenigen Spinnen, deren Biss auch beim Menschen mit schwerwiegenden Komplikationen einhergehen und möglicherweise auch tödlich enden kann, weshalb sie zu den Giftspinnen gerechnet wird. Die Art selber ist nicht aggressiv und beißt nur in höchster Defensive, etwa durch unbeabsichtigtes Einquetschen. Ihre Synanthropie machen ein Zusammentreffen zwischen Mensch und Spinne und somit Bissunfälle jedoch wahrscheinlich. Da das Gift der Braunen Einsiedlerspinne hämolytisch (blutzerstörend) und nicht, wie bei anderen Spinnen, neurotoxisch (die Nervenzellen schädigend) wirkt, kann ihr Biss auch mit Nekrosen einhergehen. Diese Eigenschaft teilt die Art mit anderen Einsiedler-Violinspinnen (Loxosceles) und wie Folgen werden als Loxoscelismus bezeichnet.