Lycus Sulci
| Aureole auf dem Mars | ||
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| Lycus Sulci | ||
| Teilabschnitt, Vogelperspektive (Mars Express), rechts Yelwa (Marskrater) | ||
| Position | 28° N, 144° W | |
| Ausdehnung | 1351 km | |
| Region | Amazonis (Gradfeld) | |
| Geschichte | ||
| Eponym | Lykien Name gültig seit= 1976 | |
Lycus Sulci ist eine Aureole auf dem Mars, die sich nordwestlich des Vulkans Olympus Mons erstreckt. Es ist 1.350 km lang und wurde nach einem klassischen Albedo-Merkmal benannt. Der Begriff „Sulci“ wird für subparallele Furchen und Grate verwendet.
Die Aureole erzählt die Geschichte eines Abbruchs der unteren Flanken des Olympus Mons, der sich in seiner fernen Vergangenheit ereignete. Planetenforscher vermuten, dass die Rutschungen vor mehreren 100 Millionen Jahren begannen, als große Mengen an Lava den Vulkan hinunterflossen. Die Lavaströme lagerten sich vermutlich auf Gesteinsschichten ab, die große Wassermengen in Form von Eis enthielten. Die vulkanische Hitze ließ dieses Eis schmelzen, so dass die Randbereiche des Vulkans instabil wurden, abbrachen und teilweise abrutschten. Während des Einsturzes rutschten riesige Felsstürze und Erdrutsche von den unteren Hängen des Schildvulkans über Hunderte von Kilometern auf die umliegenden Vulkanebenen. Das charakteristische wellige Aussehen entstand vermutlich während des Erdrutsches, als das Material vom Vulkan abrutschte und auf seinem Weg über die Oberfläche komprimiert oder auseinandergezogen wurde. Im Laufe der Zeit wurde dieser Effekt durch die Erosion des schwächeren Materials zwischen den Hügelkämmen noch verstärkt. Die Hügel und Bergrücken sind außerdem von feinem, vom Wind verwehtem Staub bedeckt. Einzelne Loben der Aureole können mehrere hundert Meter dick sein. Durch die Überlagerung mehrerer Loben kann eine Mächtigkeit von mehr als 2000 m erreicht werden. Dies deutet darauf hin, dass mehrere Kollapsereignisse stattgefunden haben.