Hodgkin-Lymphom

Klassifikation nach ICD-10
C81.0 Lymphozytenreiche Form
C81.1 Nodulär-sklerosierende Form
C81.2 Gemischtzellige Form
C81.3 Lymphozytenarme Form
C81.7 Sonstige Form
C81.9 nicht näher bezeichnet
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Klassifikation nach ICD-11
2B30 Hodgkin-Lymphom
2B30.0 Noduläres lymphozytenprädominantes Hodgkin-Lymphom
2B30.1 Klassisches Hodgkin-Lymphom
2B30.11 Lymphozytenreiches klassisches Hodgkin-Lymphom
2B30.12 Gemischtzelliges klassisches Hodgkin-Lymphom
2B30.13 Lymphozytenarmes klassisches Hodgkin-Lymphom
2B30.1Z Klassisches Hodgkin-Lymphom, nicht näher bezeichnet
2B30.Z Hodgkin-Lymphom, nicht näher bezeichnet
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Das Hodgkin-Lymphom (Synonyme sind Morbus Hodgkin, früher Lymphogranulomatose oder Lymphogranulom, auch Hodgkinsche Krankheit; englisch Hodgkin’s disease, abgekürzt HD, oder Hodgkin’s lymphoma, abgekürzt HL) ist ein bösartiger Tumor („malignes Granulom“) des Lymphsystems.

Die Erkrankung macht sich durch schmerzlose Schwellungen von Lymphknoten bemerkbar, begleitend können sogenannte B-Symptome, wie zum Beispiel der für diese Erkrankung fast pathognomonische Alkoholschmerz (Schmerz in Lymphknotenregionen bereits bei geringer Alkoholaufnahme), auftreten. Im mikroskopischen Gewebebild ist das Hodgkin-Lymphom (genannt auch Sternbergsche Krankheit) durch das Vorkommen einer besonderen Zellart (Sternberg-Reed-Zellen) gekennzeichnet, wodurch es sich von den Non-Hodgkin-Lymphomen abgrenzt. Patienten werden mit standardisierten Therapieschemata durch eine Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung behandelt. Die Heilungsaussichten sind vor allem bei Kindern gut bis sehr gut.

Die Krankheit wurde nach dem englischen Arzt Thomas Hodgkin (1798–1866) benannt, der sie 1832 zum ersten Mal beschrieb.