Mächtegleichgewicht
Als Mächtegleichgewicht oder Gleichgewicht der Kräfte (englisch Balance of Power) wird in der internationalen Politik Europas seit dem 17. Jahrhundert eine politische Ordnung souveräner (National-) Staaten verstanden, die zwar in Dauerkonflikt miteinander stehen, aber dadurch, dass sich die schwächeren jederzeit gegen den stärksten von ihnen verbünden können, keinen schrankenlosen Krieg gegeneinander führen. Neben dem Mächtegleichgewicht existieren als Modell der Friedenssicherung die Machtausübung eines Hegemons und die Machtkontrolle durch internationale Verträge und Institutionen.
In der Theorie der Internationalen Beziehungen ist die Machtverteilung unter den Staaten ein zentrales Thema neorealistischer Deutungsmuster.
- ↑ Hans-Peter Nissen, Gerda Haufe, Rainer-Olaf Schultze: Gleichgewicht. In: Dieter Nohlen (Hrsg.): Lexikon der Politik. Band 1: Politische Theorien. Directmedia, Berlin 2004, S. 159.
- ↑ Wichard Woyke: Internationale Sicherheit. In: derselbe (Hrsg.): Handwörterbuch Internationale Politik. 6. Auflage. Leske + Budrich, Opladen 1995, S. 196.