März-Ereignisse 1918 in Aserbaidschan
Die März-Ereignisse bezeichnen einen ethnischen Konflikt und Massenmorde an der aserbaidschanischen Bevölkerung, die sich vom 30. März bis zum 3. April 1918 in Baku und anderen Gebieten Aserbaidschans ereignet haben. Innerhalb dieser drei Tage wurden etwa 12.000 Aserbaidschaner aufgrund ihrer Religions- und Volkszugehörigkeit getötet. Der nationale Gedenktag für verstorbene Aserbaidschaner findet seit 1918 jedes Jahr am 31. März statt.
Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages kam nach einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass nach derzeitigem Forschungsstand nur wenige Quellen zu den März-Ereignissen von 1918 auffindbar sind. In der Fachliteratur und Publizistik gibt es unterschiedliche Schilderungen zu den Ereignissen, Vorgängen und Opferzahlen was eine verlässliche Darstellung erschwert.
- ↑ Kipke: Das armenisch-aserbaidschanische Verhältnis und der Konflikt um Berg-Karabach. 2012, S. 23–24.
- ↑ Ereignisse im März / April 1918 in Aserbaidschan. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages. Sachstand WD 1 - 3000 - 014/16. Abgerufen am 7. Juni 2019.
- ↑ Rüdiger Kipke: Konfliktherd Kaukasus. Aserbaidschan im Fokus (sowjet-) russischer und armenischer Interessen. 2015, S. 7–8.