Mönchsrobben
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Hawaii-Mönchsrobbe (Neomonachus schauinslandi) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Monachini | ||||||||||||
| Gray, 1869 |
Als Mönchsrobben (Monachini) werden drei ganzjährig in tropischen und subtropischen Meeresregionen vorkommende Arten aus der Familie der Hundsrobben (Phocidae) bezeichnet. Sie sind in ganz unterschiedlichen Regionen der Welt verbreitet, aber überall selten. Man kennt die folgenden drei Arten:
- Mittelmeer-Mönchsrobbe, Monachus monachus (Hermann 1779)
- Hawaii-Mönchsrobbe, Neomonachus schauinslandi (Matschie 1905)
- Karibische Mönchsrobbe, Neomonachus tropicalis (Gray 1850)
Bis vor kurzem wurden alle Mönchsrobben in die Gattung Monachus gestellt. Im Mai 2014 wurde für die Hawaii-Mönchsrobbe und die Karibische Mönchsrobbe die Gattung Neomonachus aufgestellt. Der Grund dafür war, dass der evolutionäre Abstand zwischen der Hawaii-Mönchsrobbe und der Karibischen Mönchsrobbe einerseits und der Mittelmeer-Mönchsrobbe andererseits genau so groß wie bzw. größer ist als zwischen anderen Schwestergattungen der Hundsrobben. Die Mönchsrobben gehören somit nicht mehr zur gleichen Gattung, bilden aber weiterhin eine Gattungsgruppe, da Monachus und Neomonachus Schwestergattungen sind. Die Gattungsbezeichnung Neomonachus setzt sich aus Monachus und dem griechischen neo (von altgriechisch νέος néos ‚neu‘) zusammen und weist auf die neue Gattung und auf den Lebensraum in der westlichen Hemisphäre (Neue Welt) hin.
Die Gattung Neomonachus wurde von der Society for Marine Mammalogy. und der IUCN noch im Jahr der Beschreibung anerkannt.
Der Grund für die Benennung Mönchsrobben kann heute nicht mehr nachvollzogen werden. Ein Erklärungsversuch ist, dass die Fettschicht im Halsbereich an die Kutte eines Mönchs erinnern soll.
- ↑ Dirk-Martin Scheel, Graham Slater, Sergios-Orestis Kolokotronis, Charles Potter, David Rotstein, Kyriakos Tsangaras, Alex Greenwood, Kristofer M. Helgen: Biogeography and taxonomy of extinct and endangered monk seals illuminated by ancient DNA and skull morphology. In: ZooKeys, 2014, 409, S. 1–33; doi: 10.3897/zookeys.409.6244, pensoft.net (PDF; 4,9 MB).
- ↑ Committee on Taxonomy. 2014. List of Marine Mammal Species & Subspecies ( des vom 6. Januar 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Society for Marine Mammalogy, marinemammalscience.org; abgerufen am 16. April 2015.
- ↑ Neomonachus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN. Abgerufen am 23. April 2015.