Müßiggang

Müßiggang (von mittelhochdeutsch müezec gân, müßig gehen, untätig sein, nichts tun, träge sein; von althochdeutsch muozîg, Muße habend) ist zusammengesetzt aus Muße und gehen. In einem neutralen Verständnis bezeichnet es Freizeit, das Verbringen von Zeit, ohne Pflichten zu erfüllen oder für sich oder andere irgendeinen Nutzen anzustreben. Von der Antike bis ins 20. Jahrhundert galt Müßiggang als unerwünscht, als Laster oder sogar als Gesetzesverstoß. Erst in späterer Zeit wurde er positiv dargestellt.

  1. Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Aufl., hrsg. von Walther Mitzka, De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 496.