Münznominal
Münznominal (meist nur Nominal; von lateinisch nominare ‚bezeichnen‘) ist in der Numismatik der Name der Münzeinheit in Verbindung mit einer bestimmten, durch Denomination festgelegten Stückelung.
Der numismatische Spezialbegriff des Münznominals wird allgemein in der Wirtschaft dem Nennwert (oder „Nominalwert“) untergeordnet. Der Begriff wird auch umschrieben mit „Nominalwert“, „Münzwert“, „Nennwert“ oder „Nenngröße“. Münznominal ist die Nenngröße einer Währung in ihrer Stückelung. Eine offizielle Verringerung des Nennwertes einer umlaufenden Münze wird als Münzherabsetzung bezeichnet. Münznominale sind stets auf dem Avers (Vorderseite) von Münzen aufgeprägt.
Wie der Pfennig in Mitteleuropa blieb auch der englische Penny – von wenigen Ausnahmen abgesehen – bis ins Hochmittelalter das einzige Münznominal.
- Beispiel
Die Nominalwertreihe eines Reichstalers konnte lauten: Doppeltaler – 1 Taler – 1⁄2 T. – 1⁄3 T. – 1⁄4 T. – 1⁄6 T. – 1⁄12 T. – 1⁄24 T. – Ein Nominal kann dabei in verschiedenen Varianten geprägt worden sein (unterschiedliche Ausgabejahre, Regenten, Münzstätten).
- ↑ Heinz Fengler, Gerhard Gierow, Willy Unger (Hrsg.): Lexikon der Numismatik. 2. Auflage. 1977, S. 259.
- ↑ Helmut Kahnt, Bernd Knorr: Alte Maße, Münzen und Gewichte. Ein Lexikon. Bibliographisches Institut, Leipzig / Lizenzausgabe Mannheim/Wien/Zürich 1987, ISBN 3-411-02148-9, S. 389 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Philip Grierson, Mark Blackburn: Medieval European Coinage, Band 1, 2006, S. 270.