MKULTRA

MKULTRA (auch MK ULTRA, Aussprache M-K-Ultra) war ein umfangreiches geheimes Forschungsprogramm der CIA über Möglichkeiten der Bewusstseinskontrolle. Eines der Ziele war die Entwicklung eines Wahrheitsserums. In Teilen überschnitten sich die Arbeiten auch mit den Forschungen anderer US-Programme zu biologischen Waffen. Es lief von 1953 bis in die 1970er Jahre im Kontext des Kalten Kriegs. Das Programm wird wegen vielerlei Verstöße gegen die Menschenrechte bis heute stark kritisiert. Ein großer Teil der Experimente des Projekts verstieß gegen US-amerikanische Gesetze. Im Nachhinein betrachtet die CIA die meisten Experimente als wertlos, da sie häufig von Mitarbeitern ohne jede wissenschaftliche Qualifikation durchgeführt wurden.

MKULTRA umfasste unter anderem tausende von Menschenversuchen mit ahnungslosen Testpersonen, überwiegend Patienten in Krankenhäusern und Psychiatrien oder Gefängnisinsassen. Die Versuche geschahen in der Regel ohne deren Wissen und ohne ihre Zustimmung. Häufig wurden den Versuchspersonen Psychedelika (vor allem LSD) oder andere Substanzen verabreicht (wie Chemikalien oder Krankheitserreger) und diese dann isoliert, verbal erniedrigt, sexuell missbraucht oder anderweitig gefoltert. Andere Versuchsmethoden waren bspw. Reizdeprivation, unterschwellige Botschaften, Hypnose, Elektroschocks und Operationen wie bspw. Lobotomien. Zahlreiche Versuchspersonen trugen bei den Experimenten schwerste körperliche und psychische Schäden davon, teilweise bis hin zum Tod.