Magnetotaxis
Als Magnetotaxis wird die Orientierung der Bewegungsrichtung von Lebewesen mit Magnetsinn in einem Magnetfeld bezeichnet. Ökologisch bedeutend ist die Orientierung (Taxis) am Magnetfeld der Erde. Nach bisherigen Erkenntnissen können dabei Magnetosomen eine Rolle spielen. Magnetosomen besitzen einen Eigenmagnetismus und tendieren zu einer Ausrichtung in Magnetfeldern. Anders als bei der Chemotaxis oder der Phototaxis wurden bisher für den Eisenmineral-basierten Magnetsinn nur erste Hinweise auf ein sensorisches System gefunden.
- ↑ Dominik Heyers, Manuela Zapka, Mara Hoffmeister, John Martin Wild und Henrik Mouritsen: Magnetic field changes activate the trigeminal brainstem complex in a migratory bird. In: PNAS. Band 107, Nr. 20, 2010, S. 9394–9399, doi:10.1073/pnas.0907068107.
Zugvögel besitzen zwei Magnetsinne. Auf: idw-online.de vom 5. April 2010.