Mahrtenehe

Das Motiv der Mahrtenehe bezeichnet die erotisch-sexuell motivierte Liebesbeziehung oder Ehe einer meist männlichen Person mit einem meist weiblichen überirdischen Wesen, deren Dauer an die Beachtung eines Verbots beziehungsweise Tabus gebunden ist. Sprachlich leitet sich der Name Mahrtenehe von der Bezeichnung für einen nächtlichen Druckgeist ab: den Alp, im niederdeutschen Sprachraum als Mahr oder Mahrt bezeichnet.

  1. Janin Pisarek: Mehr als nur die Liebe zum Wassergeist. Das Motiv der ‚gestörten Mahrtenehe‘ in europäischen Volkserzählungen. In: Märchenspiegel. Zeitschrift für internationale Märchenforschung und Märchenpflege. Jahrgang 27, Heft 1, 2016, S. 3–8, hier S. 3.