Stéphane Mallarmé
Stéphane Mallarmé (* 18. März 1842 in Paris als Étienne Mallarmé; † 9. September 1898 in Valvins, Gemeinde Vulaines-sur-Seine, Département Seine-et-Marne, nahe Fontainebleau) war ein französischer Schriftsteller, Poet, Englischlehrer, Übersetzer und Kunstkritiker.
Seine Gedichte gelten als Hauptwerke des literarischen Symbolismus. Sie zeichnen sich insbesondere durch ihre Vieldeutigkeit und Musikalität aus. Zusammen mit Charles Baudelaire, Paul Verlaine und Arthur Rimbaud zählt Mallarmé zu den größten Dichtern der französischen Sprache und wichtigsten Wegbereitern der modernen Lyrik. Nach der Einschätzung von John E. Jackson gilt Mallarmé als der geheimnisvollste der großen französischen Dichter des 19. Jahrhunderts. Das Sonett Le Tombeau d’Edgar Poe, L’Après-midi d’un faune und Un Coup de Dés jamais n’abolira le Hasard, ein von Mallarmé typografisch ausgestaltetes Gedicht, gehören zu den berühmtesten Werken des Autors.
Mehrere namhafte Komponisten haben Mallarmés Lyrik als Lieder vertont. Claude Debussys, von Mallarmés Gedicht L’Après-midi d’un faune inspiriertes, frei interpretiertes Werk Prélude à l’après-midi d’un faune gilt als ein Hauptwerk des musikalischen Impressionismus.
- ↑ Maike Albath: Stéphane Mallarmé. Der heimliche Fürst unter den Dichtern. In: Deutschlandfunk, 18. März 2017, abgerufen am 13. November 2023.