Mallory-Weiss-Syndrom
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| K22.6 | Mallory-Weiss-Syndrom |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Als Mallory-Weiss-Syndrom werden meistens nach starkem Erbrechen auftretende, longitudinale Einrisse der Mucosa und Submucosa der Speiseröhre bezeichnet, die als Komplikation mit potentiell lebensbedrohlichen Blutungen (Hämatemesis, Teerstuhl) der äußeren Speiseröhre und/oder dem Mageneingang (gastrointestinale Blutung) einhergehen können. Kennzeichnend sind Längsrisse an der Kardia (oberer Magenmund, Orificium). Es kommt am Übergang von der Speiseröhre zum Magen zu Schleimhautulzerationen. Der Schmerz wird oberhalb des Nabels lokalisiert. Die Erkrankung ist benannt nach dem ungarisch-amerikanischen Arzt Soma Weiss (1898–1942) und dem amerikanischen Pathologen George Kenneth Mallory (1900–1986), die das Krankheitsbild 1929 und 1932 beschrieben.
- ↑ André Louis Blum, Jörg Rüdiger Siewert (Hrsg.): Refluxtherapie, Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 1981, ISBN 3-540-10179-9, S. 394.
- ↑ Ludwig August Kraus: Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon, 3. Auflage, Verlag der Deuerlich- und Dieterichschen Buchhandlung, Göttingen 1844, S. 702.
- ↑ Peter Reuter: Springer Klinisches Wörterbuch 2007 | 2008; Springer-Verlag, 1. Auflage, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-34601-2, S. 1122.
- ↑ Soma Weiss, George Kenneth Mallory: Lesions of the cardiac orifice of the stomach produced by vomiting. In: The Journal of the American Medical Association. 1932; 98, S. 1353–1355.