Marasmus
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| E41 | Alimentärer Marasmus Erhebliche Mangelernährung mit Marasmus |
| E42 | Kwashiorkor-Marasmus Erhebliche Energie- und Eiweißmangelernährung |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 5B51&XS25 | Marasmus bei Kindern |
| 5B54&XS25 | Erhebliches Untergewicht bei Erwachsenen |
| KC24 | Ernährungsstörungen beim Neugeborenen mit Auswirkungen auf die Haut |
| MG2A | Alterungsbedingter Rückgang der intrinsischen Kapazität |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Als Marasmus (Adjektive marantisch, marastisch, marasmatisch; von altgriechisch μαρασμός marasmós, deutsch ‚Schwachwerden, speziell das Abnehmen der Lebenskraft im hohen Greisenalter oder durch abzehrende Krankheit‘; früher auch Darrsucht oder Darmdrüsenzehrung genannt) bezeichnet man einen Proteinmangel bzw. Energiemangel, der zum Abbau aller Energie- und Eiweißreserven führt (auch PEM protein-energy-malnutrition).
Der Kräfteverfall betrifft Körper und Psyche, wobei es auch zu Psychopathologien wie der Depression kommen kann. Dieses Definitionskriterium erleichtert die differentialdiagnostische Unterscheidung zwischen dem Marasmus und anderen Formen der Unterernährung. Das französische Analogon marasme bedeutet Lebensüberdruss, Auszehrung, Entkräftung.
Der Marasmus ist ein über Monate bis Jahre ablaufender Auszehrungsprozess und Entkräftungsprozess. Die zahlreichen Abgrenzungen zur Mangelernährung, zur Fehlernährung, zur Gedeihstörung, zur Hinfälligkeit, zur Erschöpfung, zur Auszehrung (lateinisch Consumptio), zur Altersatrophie, zur Gebrechlichkeit, zum Altersabbau, zur Entkräftung, zur Kachexie, zur Anorexia nervosa (Magersucht), zur Magerkeit, zur Malnutrition, zur Schwindsucht, zur Hungerdystrophie, zum Siechtum und zur Altersschwäche sowie zum Sterbefasten werden nicht immer beachtet.
In der Gerontologie bezeichnet Marasmus senilis den Abbau körperlicher Funktionen mit zunehmendem Alter und wird damit auch als Begriff für eine Todesursache verwendet. Diese Altersschwäche tritt besonders im Greisenalter auf.
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