Marburger Rede
Die Marburger Rede war eine Rede von Vizekanzler Franz von Papen an der Universität Marburg am 17. Juni 1934. Diese Rede gilt als die letzte, die im NS-Staat auf hoher Ebene und öffentlich gegen den umfassenden Machtanspruch des Nationalsozialismus gehalten wurde.
Papen hielt die Rede in der Aula der Alten Universität für die Jahreshauptversammlung des Marburger Universitätsbundes; er wurde am 30. April 1934 dazu eingeladen, nachdem der Wunschredner abgesagt hatte. Papen begann die Rede gegen 12.15 Uhr vor etwa 600 Zuhörern, die lebhaft applaudierten. Der Rede schlossen sich ein Festessen und eine Stadtführung an. Das Besuchsprogramm endete damit, dass der Vizekanzler mit seinen Begleitern in der neuen Schwimmhalle der Universität badete.
- ↑ Stephan M. Buchholz: Wie Papen in Marburg baden ging. In: Marburger UniJournal, Nr. 15, April 2003, S. 61 ff., gekürzte Fassung eines am 17. Jänner 2003 gehaltenen Vortrages; der Titel bezieht sich darauf, dass Papen nach der Veranstaltung mit seinen Begleitern im Universitätsschwimmbad badete.
- ↑ Sven Felix Kellerhoff: „Röhm-Putsch!“ 1934 : Hitlers erste Mordaktion. Herder, Freiburg 2024, S. 68, 71.