Marktgleichgewicht

Als Marktgleichgewicht bezeichnet man in der Wirtschaftswissenschaft die Marktentwicklung auf einem Markt, in der die Menge des Angebots gleich der Nachfragemenge ist. Diese Menge wird als Gleichgewichtsmenge bezeichnet.

Das Marktgleichgewicht ist ein Zustand, den alle Marktteilnehmer anstreben, weil sich Marktstörungen durch Erhöhung des wirtschaftlichen Risikos auf Angebot, Nachfrage und Preis auswirken. Liegt ein stabiles Marktgleichgewicht nicht vor, so muss sich Heinrich von Stackelberg zufolge entweder die Preisbildungsform oder die Marktform in irgendeiner Richtung ändern. Da es in der Regel umso mehr Käufer (und weniger Verkäufer) gibt, je niedriger der Preis ist, sowie umso mehr Anbieter (und weniger Nachfrager), je höher der Marktpreis ist, fungiert der Preis als gleichgewichtsbildende Variable. Der Preis, der zum Marktgleichgewicht führt, wird als Marktpreis oder Gleichgewichtspreis bezeichnet.

Das Gleichgewicht bei der Preisbildung ist ein zentrales Element der neoklassischen Theorie und der Allgemeinen Gleichgewichtstheorie.

  1. Heinrich von Stackelberg, Marktform und Gleichgewicht, 1934, S. 204.