Marschenfieber

Das Marschenfieber (Marschenkrankheit, Marschkrankheit, Ernteseuche, Wechselfieber, Stoppelfieber, Drüddendagsfeber oder Dreitagefieber, Drei-Tage-Fieber bzw. 3-Tage-Fieber; auch Morbus Ditmarsicus, Dithmarschen-Krankheit, Dithmarsische Krankheit etc. pp.) ist die deutsche Bezeichnung für die Malaria tertiana, eine Form der Malaria, die auch im übrigen Deutschland vorkam. Die Krankheit wurde vor allem von Malariamücken der Art Anopheles atroparvus übertragen, die in den Marschen Norddeutschlands verbreitet war. Inzwischen sind diese Marschen weitgehend trockengelegt.

  1. Dithmarschen Krankheit. In: Heinrich August Pierer, Julius Löbe (Hrsg.): Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit. 4. Auflage. Band 5: Deutschland–Euromos. Altenburg 1858, S. 196 (Digitalisat. zeno.org).
  2. Dithmarsische Krankheit. In: Herders Conversations-Lexikon. 1. Auflage. Band 2: Cardinalwinde – Fyt. Herder, Freiburg im Breisgau 1854, S. 409–410 (Digitalisat. zeno.org).