Marschhämoglobinurie

Klassifikation nach ICD-10
D59.6 Marschhämoglobinurie
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Als Marschhämoglobinurie (englisch march hemoglobinuria) wird eine durch die Anwesenheit des Blutfarbstoffs Hämoglobin im Urin (Hämoglobinurie) entstehende bräunliche Harn-Verfärbung bezeichnet, der kein Krankheitswert zukommt. Der Befund tritt meistens als Zufallsbefund bei Urinuntersuchungen auf, wenn körperliche Anstrengungen, wie lange, harte Märsche, Marathon, Hand-Trommeln oder sonstige schwere körperliche Arbeit, der Probenahme vorausgegangen sind. Aus diesem Umstand leitet sich auch der Name des Phänomens ab.

  1. Roche Lexikon Medizin. 5. Auflage, Verlag Urban & Fischer, München / Jena 1984, ISBN 3-437-15156-8, S. 1177.
  2. Diego Tobal, Alicia Olascoaga, Gabriela Moreira, Melania Kurdián, Fernanda Sanchez, Maria Roselló, Walter Alallón, Francisco Gonzalez Martinez, Oscar Noboa: Rust Urine after Intense Hand Drumming Is Caused by Extracorpuscular Hemolysis. In: Clinical Journal of the American Society of Nephrology. Nr. 3, 2008, S. 1022–1027 (Abstract).
  3. Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 256. Auflage, Verlag de Gruyter, Berlin / New York 1990, ISBN 3-11-010881-X, S. 1026.
  4. Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 268. Auflage, Verlag de Gruyter, Berlin / Boston 2020, ISBN 978-3-11-068325-7, S. 1081.