Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands

Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands
Partei­vorsitzende Gabi Fechtner
Pressesprecher
Jugendpolitische Sprecherin
Peter Weispfenning
Lisa Gärtner
Bundes­geschäfts­führer Klaus Dumberger
Entstehung KABD
Gründung 20. Juni 1982
Gründungs­ort Bochum
Haupt­sitz Gelsenkirchen
Jugend­organisation Rebell
Zeitung Rote Fahne
Aus­richtung Kommunismus
Marxismus-Leninismus
Stalinismus
Maoismus
Farbe(n) Rot
Bundestagssitze
0/630
Staatliche Zuschüsse keine
Mitglieder­zahl 2.800 (Stand: 2024)
Mindest­alter 16
Frauen­anteil 44 %
Internationale Verbindungen ICOR
Europaabgeordnete
0/96
Website www.mlpd.de

Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) ist eine kommunistische deutsche Kleinpartei. Sie wurde am 20. Juni 1982 gegründet und ging aus dem von 1972 bis 1982 bestehenden Kommunistischen Arbeiterbund Deutschlands (KABD) hervor.

Die MLPD tritt in ihrer Selbstdarstellung für eine revolutionäre Vergesellschaftung der Produktionsmittel ein. In Theorie und Praxis orientiert sich die Partei an Karl Marx, Friedrich Engels, Wladimir Iljitsch Lenin und Ernst Thälmann. In ihren Schriften bezieht sich die MLPD auf Josef Stalins Interpretationen des Marxismus und des Leninismus sowie dessen Erweiterung durch Mao Zedong (Maoismus).

Erklärtes Ziel der MLPD ist die Errichtung einer sozialistischen Diktatur des Proletariats als Übergangsstadium zur klassenlosen kommunistischen Gesellschaft. Die Partei hatte 2022 ein Reinvermögen von etwa 5,6 Millionen Euro und ist im Verhältnis zu ihrer Größe aufgrund millionenschwerer Vermächtnisse vermögend.

Bei Wahlen auf Bundes- und Landesebene erhielt die MLPD keine Mandate.

Die Partei wird vom Verfassungsschutz beobachtet, weil ihre Zielsetzungen von ihm als verfassungsfeindlich eingestuft werden.

  1. Verfassungsschutzbericht 2024, S. 196
  2. Armin Pfahl-Traughber: Die "Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands" (MLPD). In: Bundeszentrale für politische Bildung. 9. September 2013, abgerufen am 17. August 2025.
  3. Rechenschaftsbericht der MLPD 2022 an die Bundeswahlleiterin, S. 285 (PDF; 463 MB)
  4. Verfassungsschutz NRW