Massaker an der Thammasat-Universität

Das Massaker an der Thammasat-Universität oder Massaker vom 6. Oktober 1976 (thailändisch เหตุการณ์ 6 ตุลา, RTGS Hetkan Hok Tula, „Ereignis des 6. Oktober“) war ein tödlicher Angriff von Sicherheitskräften und rechtsextremen Bürgerwehren auf linksgerichtete Studenten und Demonstranten auf dem Campus der Thammasat-Universität und auf dem Sanam Luang im Zentrum der thailändischen Hauptstadt Bangkok.

Nach offiziellen Angaben starben dabei 46 Menschen. Mitarbeiter des Chinesischen Wohltätigkeitsvereins, der die Toten abtransportierte und einäscherte, berichteten dagegen von über hundert Leichen. Tausende Studenten wurden verhaftet. Anschließend fand ein Militärputsch statt, der die kurze Phase parlamentarischer Demokratie in Thailand beendete.

  1. Volker Grabowsky: Kleine Geschichte Thailands, C.H. Beck, 2010, S. 203
  2. 1 2 Michael Leifer: Dictionary of the Modern Politics of South-East Asia, Stichwort „Thammasat University Massacre 1976“, Taylor & Francis, 1995, S. 163
  3. Puey Ungphakorn: Violence and the Military Coup in Thailand. In: Bulletin of Concerned Asian Scholars, Bd. 9, Nr. 3, Juli–September 1977, S. 4–12, auf S. 8.