Massaker in Wolhynien und Ostgalizien

Mit Massaker in Wolhynien (auch: Wolhynien-Massaker, Massaker von Wolhynien, polnisch Rzeź wołyńska, ukrainisch Волинська трагедія) werden Massaker an der polnischen Bevölkerungsgruppe in den ehemaligen polnischen Ostgebieten durch die Ukrainische Aufständische Armee (UPA) während des Zweiten Weltkrieges bezeichnet. Die Massaker in Wolhynien stehen im direkten Zusammenhang mit der nationalistischen Politik der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und ihres militärischen Armes, der UPA, die die Schaffung eines unabhängigen, vereinten ukrainischen Staates anstrebte, der alle ethnischen ukrainischen Gebiete einschließen sollte. Die vom 9. Februar 1943 bis Kriegsende durchgeführten Massaker an der polnischen Zivilbevölkerung durch die UPA in den im deutschen Machtbereich liegenden Gebieten Polens und der Ukraine nahmen Formen ethnischer Säuberungen an. Bei den Massakern wurden je nach Quelle 50.000 bis 80.000 oder annähernd 100.000 Polen von ukrainischen Nationalisten ermordet. Aber auch Ukrainer (mit ca. 10.000 bis 15.000 Todesopfern) und andere ortsansässige ethnische Gruppen sowie Flüchtlinge waren betroffen.

  1. Gerhard Gnauck: Wolhynien-Massaker: Männer und Frauen, grausam mit Äxten zerhackt. Die Welt, 26. Juni 2013, abgerufen am 15. Juli 2013.
  2. Polen: Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag des Massakers von Wolhynien.
  3. German UPA einfach erklärt – Ryte Wiki. Abgerufen am 26. Dezember 2024.
  4. Sie befohlen alle Polen zu töten, in der Ukraine sind sie Helden. Wolhynien-Massaker hat nicht nur das Gesicht von Bandera. In: Sprawiedliwi wśród Ukraińców. 17. November 2017, abgerufen am 7. Juli 2022 (deutsch).
  5. Ewa Siemaszko: The July 1943 genocidal operations of OUN-UPA in Volhynia. S. 2–3 A document of the Polish underground provides a condensed account of this terrible savagery.
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  11. Florian Kellermann: Vorsichtige Annäherung im Wolhynien-Streit. 29. März 2016, abgerufen am 28. August 2016.
  12. Agnieszka Hreczuk: Zerreißprobe für Ostpolen und Westukrainer. 24. Mai 2014, abgerufen am 28. August 2016.