Massaker von Distomo
Beim Massaker von Distomo (griechisch Σφαγή του Διστόμου Sfagi tou Distomou), einer Ortschaft in Mittelgriechenland, am Fuße des Parnass-Gebirges, ermordeten am 10. Juni 1944 Angehörige eines Regimentes der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division im Zuge einer „Vergeltungsaktion“ 218 Dorfbewohner der Ortschaft Distomo und brannten das Dorf nieder. Opfer waren vor allem alte Menschen, Frauen, 34 Kinder und vier Säuglinge. Die übrigen ca. 1600 Einwohner hatten Distomo vorher verlassen.
Die verantwortliche SS-Einheit bestand zum größten Teil aus minderjährigen (tatsächlichen oder angeblichen) Volksdeutschen aus Rumänien und Ungarn. Kommandiert wurde die Kompanie von dem 26 Jahre alten Hauptsturmführer Fritz Lautenbach. Derselbe Verband hatte beim Massaker von Klissoura am 5. April 1944 zusammen mit bulgarischer Miliz 280 Männer, Frauen und Kinder ermordet, angeblich, um Partisanenanschläge auf zwei deutsche Soldaten zu rächen.
- ↑ Mark Mazower: Inside Hitler's Greece. Yale University Press, 2001, ISBN 978-0-300-08923-3, S. 214 (englisch).
- ↑ Militärgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg, Bd. 5/2: Organisation und Mobilisierung des deutschen Machtbereiches, Stuttgart 1999, ISBN 3-421-06499-7, S. 162.