Massaker von Nanking

Die Massaker von Nanking (chinesisch 南京大屠殺 / 南京大屠杀, Pinyin Nánjīng dàtúshā; japanisch 南京大虐殺 Nankin daigyakusatsu) waren Kriegsverbrechen der japanischen Besatzer in der chinesischen Hauptstadt Nanking (bzw. nach Pinyin Nanjing) während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges von 1937–1945. Den Protokollen der Tokioter Prozesse zufolge wurden über 200.000, anderen Schätzungen zufolge über 300.000 Zivilisten und Kriegsgefangene ermordet sowie rund 20.000 Mädchen und Frauen vergewaltigt.

Die Massaker begannen am 13. Dezember 1937 nach der Besetzung der Stadt durch Truppen der Kaiserlich Japanischen Armee und dauerten sechs bis sieben Wochen.

  1. Callum MacDonald: ‚Kill All‘, ‚Burn All‘, ‚Loot All‘: The Nanking Massacre of December 1937 and Japanese Policy in China. In: Mark Levene, Penny Roberts (Hrsg.): The Massacre in History. 1. Auflage. Berghahn Books, Oxford 1999, ISBN 1-57181-934-7, S. 223, 224 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Samuel Totten, Paul Robert Bartrop, Steven L. Jacobs: Nanking Massacre. In: Dictionary of Genocide. 1. Auflage. Band 2(2). Greenwood Press, Westport, Conn. 2008, ISBN 0-313-32967-2, S. 298, 299 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche Werk in zwei Bänden).
  3. Berthold Seewald: Zweiter Weltkrieg – Nanking 1937: Sie zwangen Väter, ihre Töchter zu vergewaltigen. 13. Dezember 2017 (welt.de [abgerufen am 20. Juni 2019]).
  4. HyperWar: International Military Tribunal for the Far East – IMTFE. Chapter 8. In: ibiblio.org. Abgerufen am 4. Juni 2023 (englisch).