Massenspektrum

Ein Massenspektrum ist nach Definition der IUPAC ein Spektrum, welches durch die Trennung bzw. Aufteilung eines Ionenstrahls nach dem Masse-zu-Ladung-Verhältnis der einzelnen Ionen erhalten wird. Es dient zur Darstellung von Messergebnissen in der Massenspektrometrie und wird als Histogramm der Signalintensität gegen das Masse-zu-Ladung-Verhältnis aufgetragen.

Das Massenspektrum einer bestimmten Substanz ist allerdings keine Konstante, sondern abhängig von der Art des Messgeräts. In manchen Massenspektrometern werden die Analytmoleküle z. B. stark fragmentiert, während andere darauf ausgelegt sind, möglichst intakte Moleküle zu detektieren. Somit kann ein Massenspektrum viele verschiedene Informationen darlegen, je nachdem welches Gerät und welche Methode genutzt wird. Häufige Fragmentierungen sind bei organischen Molekülen die McLafferty-Umlagerung und die Alpha-Spaltung. Unverzweigte Alkane und Alkylgruppen ergeben im Massenspektrum typische, äquidistante Signale, entsprechend der Kettenlänge des Fragments: 29 (CH3CH2+), 43 (CH3CH2CH2+), 57 (CH3CH2CH2CH2+), 71 (CH3CH2CH2CH2CH2+) etc.

  1. Holy Smoke in Medieval Funerary Rites: Chemical Fingerprints of Frankincense in Southern Belgian Incense Burners. In: PLOS ONE. Band 9, Nr. 11, 12. November 2014, S. e113142, doi:10.1371/journal.pone.0113142.
  2. Eintrag zu mass spectrum. In: IUPAC (Hrsg.): Compendium of Chemical Terminology. The “Gold Book”. doi:10.1351/goldbook.m03749.
  3. Fred W. McLafferty, Frantis̆ek Turec̆ek: Interpretation of mass spectra. 4. Auflage. University science books, Mill Valley (Calif.) 1993, ISBN 978-0-935702-25-5.