Match-Tie-Break
Match-Tie-Break (früher auch Champions-Tie-Break genannt) bezeichnet eine Sonderform des Tie-Breaks, die ursprünglich eingeführt wurde, um ein Tennismatch bei Satzgleichstand zu entscheiden.
Bei einem Spielstand von 1:1 Sätzen in einer Begegnung auf zwei Gewinnsätze ersetzt ein solcher Tie-Break den entscheidenden dritten Satz. Der Spieler bzw. das Doppelpaar, der/das zuerst zumindest zehn Punkte bei gleichzeitig zwei Punkten Vorsprung gewonnen hat, gewinnt den Match-Tie-Break und damit die Begegnung.
Erzielt man während des Tie-Breaks einen Punkt beim Aufschlag des Gegners, wird dies als Mini-Break bezeichnet. Man benötigt mindestens eines davon bzw. eins mehr als der Gegner, um den Satz zu gewinnen.
Eine Sonderform des Match-Tie-Breaks wurde 2022 bei allen Grand-Slam-Turnieren eingeführt: Wenn es im Entscheidungssatz (also dem dritten bei „best of three“ bzw. dem fünften bei „best of five“) 6:6 steht, wird kein normaler Tie-Break bis sieben Punkte gespielt, sondern ein Match-Tie-Break bis zehn Punkte (wobei jeweils ein Vorsprung von zwei Punkten eine Voraussetzung für den Gewinn des Tie-Breaks bleibt). In diesem Fall ersetzt der Match-Tie-Break nicht einen ganzen Satz, sondern den normalen Tie-Break im Entscheidungssatz.
- ↑ Streitthema: Champions Tie-Break. 8. Juni 2011, archiviert vom am 12. Juni 2016; abgerufen am 27. Juni 2017.