Materialextrusion
Die Materialextrusion ist eine Kategorie an Additiven Fertigungsverfahren gemäß der Norm DIN EN ISO 52900:2022-03. Bei den Additiven Fertigungsverfahren wird Material, in der Regel Schicht für Schicht, zusammengefügt um Werkstücke aus 3D-Modelldaten zu erzeugen. Zu den Verfahren dieser Kategorie zählen die Fertigungsprozesse, bei denen Material selektiv durch eine Düse oder Öffnung abgelegt wird.
Zu den verwendeten Werkstoffen zählen Kunststoff als Draht oder Granulat, Metall und Keramik pulverförmig gebunden in Kunststoffdraht, pastöse Dispersionen mit Metall, Keramik, Kunststoff, Glas oder pharmazeutische Stoffgemische und Beton. Die Energieeinbringung findet über unterschiedliche Wege statt, unter anderem durch Wärmeleitung im Extruder, durch Heißluftgebläse oder Infrarot-Strahlung zur Trocknung und anschließend durch UV-Strahlung zur Härtung oder durch chemische Reaktion.
Die Verfahren werden unterteilt in die Unterkategorien „Materialextrusion von Kunststoff-/Metall-/Kompositfilament“, „Materialextrusion von Kunststoffgranulat durch Bindung mittels thermischer Reaktion“ und „Materialextrusion von Kunststoff/Komposit durch Bindung mittels chemischer Reaktion“.
- ↑ DIN EN ISO/ASTM 52900:2022-03, Additive Fertigung - Grundlagen - Terminologie (ISO/ASTM 52900:2021); Deutsche Fassung EN_ISO/ASTM 52900:2021. Beuth Verlag GmbH, doi:10.31030/3290011 (beuth.de [abgerufen am 10. Juni 2022]).
- ↑ Sicherheit und Gesundheit beim Arbeiten mit 3D-Druckern — medien.bgetem.de - BG ETEM Medienportal. Abgerufen am 10. Juni 2022.
- ↑ Steffen Ritter, Jan Sehrt, Johannes Lange: DIN Poster Additive Fertigung. In: beuth.de. Hochschule Reutlingen, Ruhr Universität Bochum, Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung GmbH, Juni 2020, abgerufen am 31. Juli 2023.