Max Husmann

Max Husmann (* 9. März 1888 in Proskurow, Ukraine; † 19. Februar 1965 in Rom, Italien) war ein Schweizer Friedensvermittler und Pädagoge, der mitgeholfen hat, die Operation Sunrise in die Wege zu leiten und zu dirigieren. Diese Geheimverhandlungen (die auch Crossword genannt wurden) führten 1945 zur vorzeitigen Kapitulation der deutschen Truppen in Italien, womit das Ende des Zweiten Weltkriegs eingeläutet wurde.

Den Krieg zu beenden war eine monumentale Aufgabe, insbesondere wegen der Zähigkeit und Loyalität der deutschen Offiziere, die auch angesichts der drohenden katastrophalen Niederlage unerbittlich weiterkämpften. Max Husmann war massgeblich daran beteiligt, hochrangige Offiziere der Wehrmacht und der SS davon zu überzeugen, trotz Hitlers Befehlen auf eine Kapitulation der deutschen Truppen hinzuarbeiten. Ausserdem leistete er einen entscheidenden Beitrag dazu, dass die Operation in den schwierigen Monaten des Frühlings 1945 weitergeführt wurde und auf Kurs blieb. Max Husmann war ursprünglich Pädagoge. 1926 gründete er ausgehend von seiner festen Überzeugung, dass Bildung zum Aufbau einer toleranteren und friedlicheren Welt beitragen kann, das Institut Montana: ein Internat in auf dem Zugerberg in der Schweiz.

  1. Ian Kershaw: Das Ende: Kampf in den Untergang. NS-Deutschland 1944/45. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2011, ISBN 978-3-421-05807-2.
  2. Max Waibel: Operation Sunrise, 1945 – Kapitulation in Norditalien. Originalbericht des Vermittlers. Novalis Verlag, Schaffhausen 1981.
  3. Allen Dulles, Gero von Schulze-Gaevernitz: Unternehmen SUNRISE. Die geheime Geschichte des Kriegsendes in Italien. Econ-Verlag, Düsseldorf / Wien 1967.
  4. Joseph Mächler: Wie sich die Schweiz rettete. Pro Libertate 2017, ISBN 978-3-9523667-3-8, S. 479–486.
  5. Inge Ginsberg: Wie die Schweiz den Krieg verkürzte. In: Die Weltwoche. Nummer 17, 23. April 2015 (online).