Mediävistikverband

Mediävistikverband
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 24. Mai 1983
Sitz Frankfurt am Main, Deutschland
Zweck Förderung der interdisziplinären Mittelalterforschung
Präsidentin Regina Toepfer
Mitglieder ca. 1180
Website www.mediaevistikverband.eu

Der Mediävistikverband ist ein Verein vorwiegend deutschsprachiger Wissenschaftler und Studierender unterschiedlicher geisteswissenschaftlicher Fächer, die sich mit dem Mittelalter beschäftigen.

Der Verein wurde am 24. Mai 1983 in Tübingen unter dem Namen Mediävistenverband gegründet. Er hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins (e. V.) mit dem Sitz in Frankfurt am Main. Ihm gehören (Stand 2017) etwa 1130 Wissenschaftler vorwiegend aus Deutschland an. Mit seiner Gründung war das Anliegen verbunden, im Sinne der anglo-amerikanischen Medieval Studies oder der französischen Études Médiévales ein die traditionellen Fächergrenzen überbrückendes, also transdisziplinäres, Forum für mediävistische Forschung zu schaffen. In dieser Hinsicht versteht sich der Verband als zusätzliche Option zu den Vertretungen der Einzelfächer, die meist epochenübergreifend organisiert sind, wie dem Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) oder dem Deutschen Romanistikverband (DRV). Im Jahr 2025 erfolgte die Umbenennung in Mediävistikverband.

Im Beirat des Mediävistikverbandes sind die Fächer Anglistik, Mittelalterarchäologie, Byzantinistik, Germanistik, Geschichte, Historische Hilfs-/Grundwissenschaften, Islamwissenschaft, Judaistik, Kunstgeschichte, Medizin-/Wissenschaftsgeschichte, Mittellatein, Musikwissenschaften, Philosophie, Rechtsgeschichte, Romanistik, Skandinavistik und Theologie vertreten; hinzu kommen drei Funktionsstellen für Mediävistik und Schule, Nachwuchs und Öffentlichkeitsarbeit. Geleitet wird der Verband durch ein fünfköpfiges Präsidium. Gegenwärtig sind dies: Präsidentin Regina Toepfer (Germanistik, Würzburg), Vizepräsident Michael Grünbart (Byzantinistik, Münster), Schatzmeister Albrecht Fuess (Islamwissenschaft, Marburg), Schriftführerin Isabelle Mandrella (Philosophie, München) und der Vertreter des nächsten Tagungsortes Wolfram Drews (Geschichte, Münster).

Der Verband unterstützt die Vernetzung der mediävistischen Fächer an den deutschsprachigen Universitäten, die sich inzwischen teilweise auch institutionell als Mittelalterstudien, Mittelalterzentren oder ähnlich formieren. Er organisiert im zweijährlichen Turnus ein interdisziplinäres Symposium, vermittelt Auslandskontakte und bietet Sommerschulen, einen Handschriftenkurs und Seminare für den wissenschaftlichen Nachwuchs an. Er gibt seit 1996 die Fachzeitschrift Das Mittelalter heraus, die halbjährlich erscheint (bis 2013 beim Akademie Verlag, von 2014 bis 2020 bei de Gruyter und seit 2021 im Open Access bei Heidelberg University Publishing (heiUP)), sowie eine eigene Fachbuchreihe (Beihefte zu Das Mittelalter). In dieser Reihe werden seit 2015 die Akten der Symposien des Verbands publiziert, aber auch weitere Sammelbände und Monographien.

  1. Satzung – Mediävistikverband e. V. Abgerufen am 5. März 2026 (deutsch).
  2. Eingetragen beim Amtsgericht Frankfurt am Main, VR 14266.
  3. Symposium 2017 in Bonn
  4. Mediävistikverband.eu. Abgerufen am 10. März 2025.
  5. Präsidium. In: Mediävistikverband e. V. Abgerufen am 9. April 2025.