Medienkonzentration
Unter Medienkonzentration versteht man das Ausmaß und den Umfang, mit dem einzelne Unternehmensgruppen eine marktbeherrschende Stellung im Medienbereich einnehmen. Sie entsteht durch überproportionales internes Wachstum oder durch Fusionen bislang unabhängiger Medienunternehmen und führt dazu, dass die Anzahl der selbstständigen Anbieter sinkt. Dies kann man sowohl unter dem Aspekt der Meinungsvielfalt als auch der unternehmerischen Kartellbildung kritisch beobachten. Eine monopolartige Position in Presse oder Fernsehen hat deshalb besondere Bedeutung, da zu befürchten steht, dass die Medienunternehmer ihre meinungsbildende Macht zu politischen Zwecken missbrauchen könnten.
Medienkonzentration weist aber nicht nur eine sog. publizistische Ebene auf. Sie hat auch Auswirkungen auf die Medienwirtschaft. Betroffen sind hiervon insbesondere Werbekunden, da sie beispielsweise infolge so genannter Kombinationstarife oft genötigt werden, gebündelten Anzeigenplatz zu kaufen oder aber überteuerte Preise bezahlen müssen, weil es keine Konkurrenz gibt, an die man sich richten kann.
- ↑ Wolfgang Seufert: Medienkonzentration und Medienvielfalt. 28. September 2018, abgerufen am 29. September 2025.
- ↑ Meier, Werner A: Gesellschaftliche Folgen der Medienkonzentration. 11. März 2004, abgerufen am 29. September 2025.
- ↑ Jürgen Heinrich: Medienökonomie 2: Hörfunk und Fernsehen. VS, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-32713-6.