Medienkritik (Medienpädagogik)

Medienkritik ist ein Aufgabengebiet der Medienpädagogik, kann jedoch keineswegs auf den pädagogischen Bereich begrenzt werden. Hans-Dieter Kübler unterscheidet folgende Felder der Medienkritik: publizistisch-professionelle Medienkritik; institutionelle, routinierte Medienkritik bzw. Medienkontrolle; alltägliche Medienkritik; pädagogische Medienkritik.

In der pädagogischen Medienkritik geht es zum einen darum, problematische technologische und ökonomische, kommunikativ-kulturelle und politische Medienentwicklungen in Kontexten pädagogischen Handelns zu thematisieren, zu analysieren und sich ein qualitätsbezogenes Strukturwissen über Medien anzueignen. Pädagogische Medienkritik intendiert zugleich die selbstreflexive Auseinandersetzung mit der eigenen Mediennutzung sowie die ethische Reflexion im Sinne eines sozial verantwortlichen Medienhandelns in der Gesellschaft.

  1. Kübler-Hans-Dieter: Zurück zum ‚kritischen Rezipienten‘? Aufgaben und Grenzen pädagogischer Medienkritik. In: Horst Niesyto, Matthias Rath, Hubert Sowa (Hrsg.): Medienkritik heute. Grundlagen, Beispiele und Praxisfelder. Kopaed, München 2006, S. 17–52.
  2. Horst Niesyto: Medienkritik. In: Bernd Schorb, Anja Hartung-Griemberg, Christine Dallmann (Hrsg.): Grundbegriffe Medienpädagogik. Kopaed, München 2017, S. 266–272.
  3. Vgl. auch Dieter Baacke: Medienpädagogik. Niemeyer, Tübingen 1997 S. 98.