Medizinischer Dienst des Verkehrswesens der DDR

Die gesundheitliche Betreuung der Eisenbahner in Deutschland machte sich der Bahnärztliche Dienst zur Aufgabe. Aus diesem Bahnärztlichen Dienst entwickelte sich in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) der Medizinische Dienst des Verkehrswesens (MDV) mit der Zentralen Leitung und dem Zentralinstitut für Verkehrsmedizin in Berlin sowie 10 Direktionen. 1989 hatte der MDV 3150 Mitarbeiter in den Polikliniken, Ambulatorien, Sanitätsstellen sowie ärztlichen und zahnärztlichen Arbeitsplätzen zur gesundheitlichen Betreuung der Beschäftigten im Verkehrswesen.

Der MDV mit der Direktion Schifffahrt in Rostock war zuständig für die Durchführung der ärztlichen Untersuchungen für das Gesundheitszeugnis in der Berufsgruppe der Seeleute in der DDR mit der notwendigen Einstellungsuntersuchung und Wiederholungsuntersuchung zur Seediensttauglichkeit, was dann vom Seefahrtsamt der DDR im Seefahrtbuch des jeweiligen Seefahrers dort auf den dafür vorgesehenen Seiten für „Ärztliche Untersuchungen“ durch „MDV“ mit Datum dokumentiert wurde und somit die Einstellung sowie die An- und Abmusterungen der Seeleute für die erforderlichen Schiffsbesatzungen ermöglichte.

  1. Medizinischer Dienst des Verkehrswesens der DDR –MDV– (Zentralbibliothek, Berlin, Ost) in der Deutschen Nationalbibliothek unter https://d-nb.info/gnd/16303074-1
  2. Anderer Name des MDV: Verkehrsmedizinisches Zentrum. Abteilung Information, Dokumentation (Berlin, Ost) in der Deutschen Nationalbibliothek unter https://d-nb.info/gnd/16218654-X