Meister der Verherrlichung Mariae

Als Meister der Verherrlichung Mariae wird ein im Köln des Mittelalters um 1460–1470/80 oder 1493 tätiger Maler bezeichnet. Da sein wahrer Name heute unbekannt ist, wird er mit einem Notnamen nach einem seiner Werke benannt.

Seine Verkündigungsdarstellungen werden besonders durch ihre Detaildarstellungen und ihre Räumlichkeit ausgezeichnet. Auch die Gesamtansicht von Köln mit Siebengebirgspanorama im Hintergrund seines Bildes Anna selbdritt ist „spektakulär“ wegen Realismus und Präzision, mit der der Maler die Stadt dargestellt hat.

In seiner Maltechnik, insbesondere den Unterzeichnungen, schließt er vor allem an die Kunst Stefan Lochners an.

Besonders das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud in Köln versammelt seine Werke.

  1. Sven Lüken: Die Verkündigung an Maria im 15. und frühen 16. Jahrhundert. Vandenhoeck & Ruprecht 2000, S. 133.
  2. Fluß hinter Gittern, Frankfurter Allgemeine, Buchbesprechungen, 5. November 2002.
  3. Till-Holger Borchert (Hrsg.): Van Eyck bis Dürer. Altniederländische Meister und die Malerei in Mitteleuropa. Ausstellungskatalog. Stuttgart 2010, Kat. Nr. 113, S. 268 (Till-Holger Borchert).
  4. Stephan Kemperdick, Julien Chapuis: Kölner Tafelmalerei. In: Dagmar Täube, Miriam Verena Fleck (Hrsg.): Glanz und Größe des Mittelalters. Kölner Meisterwerke aus den großen Sammlungen der Welt. Ausstellungskatalog. München 2011, S. 176–193, hier S. 188.