Melodram (Film)
Das Melodram bezeichnet ein Filmgenre, das sich inhaltlich und formal schwerpunktmäßig mit emotionalen und innerseelischen Konflikten beschäftigt. Als gattungsspezifische Weiterentwicklung des Melodrams im Theater oder des literarischen Melodrams werden dramatische Bedeutungen weniger in Handlung als in überhöhten, komplexen Symbolisierungen ausgedrückt. Durch emotional-dramatische Übersteigerung der Ereignisse, möchte das Melodram seine Zuschauer oftmals zu Tränen rühren und wird im Englischen daher umgangssprachlich auch weepie oder tearjerker genannt.
Der Begriff lässt sich mit „Handlung mit Musik“ übersetzen, von griechisch melos: ‚Lied’/ ‚Klang’ und drama: ‚Handlung’.
Im Gegensatz zu anderen Liebesfilmen, wie beispielsweise der Romantischen Komödie, weist das Melodram größere Schnittmengen zur Tragödie auf. Die Konflikte zwischen den Protagonisten erweisen sich dabei als unlösbar, so dass es in der Regel kein „Happy End“ gibt. Als namhafte Regisseure gelten Douglas Sirk, Rainer Werner Fassbinder oder Jean-Luc Godard.
- 1 2 Frank Papenbroock: Filmgenres und Filmgattungen. Kapitel 8.1.9 Melodram. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2023, ISBN 978-3-658-41943-1, S. 85–88.
- ↑ Amy-Jean Woodworth: From Buddy Film to Bromance: Masculinity and Male Melodrama Since 1969. Temple University, doi:10.34944/dspace/4035, abgerufen am 8. Juli 2025
- ↑ Jan-Christopher Horak: Weepie. In: In: Lexikon der Filmbegriffe, filmlexikon.uni-kiel, abgerufen am 20. Februar 2026.